maradatscha's posterous

Ein letztes mal aus Vancouver

Hi!
Wenn diese mail abgeschickt wird bin ich schon nicht mehr in Vancouver. Ich sitze gerade an der Greyhound Station und warte darauf in den Bus zu steigen.Die letzten Wochen und Monate waren etwas verrückt. Ich musste für die Uni zwei Projekte beenden und eines davon war deutlich aufwändiger als ich gedacht hatte. Wir haben eine User-studie gemacht um herauszufinden wie sich die sensitiivität verschiedener Stellen am Körper verändert, wenn man läuft. 16 Benutzer haben mitgemacht, die hälfte davon Frauen. Man kann sich vorstellen, für uns Informatiker mit einer Frauenquote von ca 5% war es nicht einfach soviele Frauen zu finden, die bereit waren während der Klausurenphase 2 Stunden auf einem Laufband zu stehen. Am Ende hat es dann doch noch geklappt, das Poster ist schon auf einer Konferenz angenommen worden, die Veröffentlichung als Paper folgt dann (hoffentlich) in nem halben Jahr.Kurz vorher bin ich hier Olympia (und dem vielen Regen) entflohen und habe Marina in Flagstaff besucht. Wir haben eine Wochenendtour nach LAS VEGAS gemacht. Ziemlich verrückt diese Stadt, da kommt alles zusammen, was man im Rest von Amerika nicht findet.Ich hab Marina dann dazu gebracht mit mir ein bisschen durch die RED ROCKS von Sedona zu wandern. Ein weiterer Tagesausflug ging zum Sunset Crater, direkt daneben ist das Wupatki National Monument. Es war richtig schön warm dort, trotz dem Schnee der noch auf den Bildern zu sehen ist. Danach gings dann direkt weiter zum GRAND CANYON (hinter all den Links verbergen sich ganz viele tolle Fotos!).
Ich hab hier dann noch ein oder zwei Konzerte besucht, sonst konnte ich nicht wirklich viel unternehmen, dank dem Schlechten Wetter und der vielen Arbeit. Gestern hab ichs dann doch noch geschafft mit einem Studienkollegen eine Wanderung zu machen, danach waren wir noch Sushi essen (das war das erste Mal für mich, hat gar nicht so schlecht geschmeckt!).Die nächsten drei Wochen werde ich in den Rocky Mountains verbringen. Eine Woche in Jasper, eine Woche in Lake Louise und eine in Banff. Ich wohne in Jugendherbergen und bin allein unterwegs, ich denk aber mal, dass ich dort ganz viele Leute kennenlernen werde. Das Wetter macht mir noch ein wenig Sorgen, normalerweise sollte es dort schon etwa 10 Grad warm sein, angekündigt für die nächsten Tage sind 2-3 Grad. Wenn das nicht besser wird werd mich wirklich nur sehr kleine Touren machen können und mich sonst einfach nur entspannen.Das nächste Mal melde ich mich vom Flughafen!

Viele Grüße

Sebastian

Abschied von Kanada

Hallihallo!

Ich sitze am Flughafen und warte auf den Abflug. Die Maschine hat jetzt schon etwa 1 Stunde Verspätung, mal schauen ob wir das in der Luft aufholen können. 
Die letzten 3 Wochen habe ich komplett Ferien gemacht! Es gab sogar ein paar Tage an denen Ich nichts außer Lesen gemacht habe um meine Knie zu schonen. Ich habe drei mehr oder weniger kleine Orte besucht: Jasper, Lake Louise und Banff. 
In Jasper bin ich sehr viel gewandert und habe sogar einen Bären gesehen. Dann ging es mit einem Brewsterbus über die Icefields Parkway nach Lake Louise. Ich glaube mein Tollster Ausflug ging in diesem Urlaub zum Moraine Lake, mit einem Mountainbike und meiner ersten Schneeschuhwanderung. Dann ging es für die letzte Woche nach Banff. Dort haben die meisten Leute im Hostel nach Arbeit gesucht für den Sommer. 
Gestern habe ich noch ein paar Sachen an der UBC erledigt und bei einem Freund auf dem Sofa übernachtet. 

Dies ist die letzte meiner Rundmails, ich bin in 12 Stunden etwa wider in Deutschland!

Liebe Grüße

Sebastian

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Banff

Die Touri-Hauptstadt in den Rockies nach meinem Empfinden. Jasper war klein und süß, Lake Louise war sehr klein (eigentlich zu klein), Banff ist deutlich größer und voller Touristen gewesen, selbst jetzt in der Vorsaison. Ich habe trotzdem ein paar nette Wanderungen gemacht!
An einem Abend gab es ein paar Stunden Stromausfall in ganz Banff, die Band die an diesem Abend im Hostel gespielt hat, hat einfach bei Kernzenschein weitergemacht!

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Moraine Lake

Ich bin dann vom Hostel in Lake Louise mit dem Rad losgefahren zum Moraine Lake. Die Straße war noch gesperrt, aber mit einem (viel zu teuren) geliehenen Fahrrad konnte ich die 12 Kilometer fahren. Deutlich besser, als wenn ich hätte laufen müssen. 

Oben habe ich dann zum ersten mal Schneeschuhe benutzt! Es war toll! Der Schnee war fest und hat mich super gehalten, bin erst zum ausprobieren auf einen kleinen Hügel direkt am Anfang vom Moraine Lake gelaufen, dann bin ich am Rand des Sees entlang tiefer in das Tal hinein. 

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Jetzt werde ich zum ersten Mal hier ein Video hineinstellen, bin sehr gespannt ob das klappt. Ich weiss nicht genau ob man es hören kann, aber unter dem Eis und dem Schnee hat das Wasser gegurgelt, der Wind hat geweht, sonst war ich komplett alleine oben am zugefrorenen See. Auf dem Hinweg hatte ich noch ein bisschen Angst, dass sich da irgendwie etwas bewegen könnte und ich einbrechen könnte, auf dem Rückweg hab ich aber realisiert, dass ich überhaupt nicht auf dem See war, sondern nur am langsam hinabfallenden Ufer. Der See war nämlich sehr leer!

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Lake Louise

Ich habe in Lake Louise Village ein paar Tage verbracht. Man kann diese Ansammlung von Hotels und Hostels und Ferienhäusern nicht wirklich Ort nennen, eigentlich ist es nur ein großer Parkplatz mit Geschäften drum herum. 

Dafür kann man aber um so besser Wandern! Ich bin als erstes am Lake Louise vorbei zum Lake Agnes gelaufen. Eigentlich sind diese Seen für ihre Farbe berühmt, jetzt gerade sind sie aber zugefroren, also alle weiß.

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Icefields Parkway

Ich bin mit einem Bus von Jasper nach Lake Louise gefahren. 50 Leute hätten reingepasst, wir waren zu dritt plus Fahrer. Ich war mit 2 Englischen Mädels unterwegs, die auch im Hostel in Jasper waren. Die Fahrt hat etwa 3 Stunden gedauert und war einfach nur toll! Super Aussicht auf die Berge und wir haben kurz am Columbia Icefield angehalten um ein paar Bilder zu machen.

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Jasper

Die letzte Woche habe ich in Jasper verbracht. Ich bin viel gewandert, hab mich ausgeruht, gelesen und mich unterhalten.
Das Hostel war toll! Ein großer Schlafsaal mit ca 50 Betten (Frauen und Männer gemeinsam), und ein weiterer mit 30 Betten nur für Frauen. Dann noch ein paar private Zimmer, mit 2 Betten oder so. Die Küche und der Gemeinschaftsraum waren sozusagen ein Raum. Das Hostel liegt etwas entfernt von Jasper, aber sie hatten einen Shuttlebus, der mich zu den meisten Wanderwegen gebracht hat.
Am vorletzten Tag hat uns dann noch eine Schwarzbärin besucht. Sie hatte wahrscheinlich ihre Kinder dabei, aber die haben sich im Wald versteckt, während sie Gras gefuttert hat.

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Grand Canyon

Sam_1595

Es hatte die Nacht vor unserer Fahrt geschneit, aber für unseren Ausflug ist die Sonne herausgekommen und hat uns auch den ganzen Tag begleitet. Der Grand Canyon ist einfach nur umwerfend. An manchen Stellen geht es direkt steil nach unten, an vielen mehr gibt es tolle Terrassenartige Hänge. Alle Wanderwege, die ich gesehen habe, waren dick verschneit. Wir sind ein wenig an der Kante entlanggelaufen aber hinabgestiegen sind wir nicht. Dafür braucht man dann doch ein paar Tage.
Aus dem Auto heraus haben wir dann noch eine Herde "mule deer" gesehen!

Sam_1630

Es waren 5 oder 6 Tiere, ich denke sie waren etwas größer als unsere Rehe im Odenwald. Die Herde hatte keine Angst vor den Autos, wir haben sie dann aber bald wieder allein gelassen.

Was wäre eine Fahrt an den Grand Canyon ohne einen herrlichen Sonnenuntergang? Es war eisig kalt, ich habe natürlich trotzdem Fotos geschossen wie ein Wilder. Die besten gibts hier jetzt zum Abschluss.

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Red Rocks Sedona

Noch ein bisschen Nachlese von meinem kurzen USA Aufenthalt. Am Sonntag waren wir nämlich in Sedona, bei den so genannten Red Rocks. Wie der Name schon sagt sind das schöne rote Gesteinsformationen. Sieht toll aus und die komplette Gegend ist mit rotem Sand bedeckt, so ein bisschen Wüstenmässig in manchen teilen. Das Städtchen Sedona liegt mitten drin und ist sehr touristisch, das Informationscenter dort hat uns aber toll weitergeholfen. Wir haben uns dann nämlich zwei Wanderwege und sind den Touristenmengen in Sedona entkommen.

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Sunset Crater und Wupatki National Monument

So nach und nach wird jetzt also die USA Reise aufgearbeitet. Am Dienstag haben wir eine Tour zum Grand Canyon gemacht (Photos davon gibts in den nächsten Tagen). Auf dem Weg dorthin sind wir aber noch an zwei ganz unterschiedlichen tollen Fleckchen Erde vorbeigekommen.
Als erstes gab es da den Sunset Crater. Das ist ein Vulkan der das letzte Mal vor ca 1000 Jahren ausgebrochen ist und 2 größere Lavafelder hinterlassen hat. Jetzt gerade ist das alles unter Schnee verborgen. Ein paar Lavasteine habe ich trotzdem photographiert. Als wir dann den Nationalpark verlassen haben, sind uns zwei mountain lions über den Weg gelaufen. Ich glaube zumindest, dass es mountain lions waren. Sie waren etwas weiter entfernt, ich habe sie aber auf zwei Photos erwischt.

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Direkt an der gleichen (menschenleeren) Route lag dann das Wupatki National Monument. Das monument umfasst fünf oder sechs erhaltene Häuser und Siedlungen von Indianern, die diese Gegend über einen langen Zeitraum hinweg bewohnt haben. Wie man auf den Bildern sehen kann, ist dieses Gebiet eher Wasserarm, irgendwie haben sie es trotzdem geschafft zu überleben. Von dem sparsamen Umgang mit Wasser könnten sich die Amerikaner ne Scheibe abschneiden.

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